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Clean-Fluencer - die andere Art, mit Putzen Geld zu verdienen

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Wie vielfältig doch das Reinigungsbusiness ist! Während sich die meisten Gebäudereinigungen und ihre Angestellten krumm legen, um auf dem schwer umkämpften Markt bestehen zu können, machen andere mit ihren privaten Putzaktionen gutes Geld. Die Rede ist von selbsternannten "Clean-Fluencern", Menschen, die sich beim Putzen filmen und dies dann bei YouTube und auf anderen Social-Media-Kanälen veröffentlichen. Wie so oft ist dieser Trend in den USA entstanden, wo sich unter Stichworten wie „Clean with me“ (Putze mit mir) oder „Cleaning Motivation“ (Putzmotivation) Videos finden, auf denen hauptsächlich Frauen ihre Fähigkeiten und Tipps fürs Reinigen zeigen.


Mit solchen Videos lässt sich ein ansehnliches Einkommen erwirtschaften, wenn man genügend Follower hat und somit für die Werbung interessant wird. Firmen bezahlen erstaunlich gut, wenn Influencer mit vielen Abonnenten in ihren Videos oder auf Fotos oder Textnachrichten ihre Produkte loben. So kann etwa die US-Amerikanerin Jessica Tull mittlerweile ihren Lebensunterhalt mit den Putzvideos verdienen – und das als alleinerziehende Mutter von drei Kindern.


Die Videos beruhen meist auf einem wiederkehrenden Vorher-Nachher-Muster: Ein schmutziges, unordentliches Zimmer wird in ein blitzblankes, wohl geordnetes verwandelt; eine vor Chaos fast überquellende Kommode wird ausgemistet und neu sortiert; ein verdrecktes Bad wird auf Hochglanz geputzt. Bei dieser Form der Inszenierung wird ein urmenschlicher Instinkt angesprochen, nämlich indem man zuerst ein Problem zeigt und dann eine Lösung dafür anbietet. Dass dieses Problem ein so universelles und von fast allen geteiltes wie das Putzen ist, macht die Filmchen dann für eine breite Masse attraktiv. Man kann also mutmaßen, dass die Videos geschaut werden, um sich eine Art mentale Unterstützung für die ungeliebte Putzarbeit zu holen. Und natürlich gehen die Protagonisten dieser Videos auch sehr effektiv und systematisch vor, so dass man den ein oder anderen Tipp bekommt, wie das Saubermachen leichter von der Hand gehen kann.


Neben den typischen Putzvideos gibt es auch noch ein paar speziellere, etwa die der YouTuberin Aurikatariina, die sich ganz besonders ekliger Aufgaben annimmt. Nicht ganz unberechtigt bezeichnet sie sich selbst als „Queen of Cleaning“, ein Titel, der bei mehr als 1,2 Millionen Abonnenten nicht ungerechtfertigt erscheint. Sie bietet an, richtige Problemfälle, wie etwa eine Messi-Wohnung, umsonst zu reinigen, wenn sie dies dann online stellen darf. Eines ihrer Extremfall-Videos hat es auf sagenhafte 4 Millionen Klicks geschafft – wohl ein Beleg dafür, dass der Mensch an dieser Art von „Unterhaltung“ großes Interesse hat.


Auch in Deutschland hat man den Trend mit den Reinigungsvideos erkannt. Auf dem Kanal „Alenas Momlife“ kann man etwa einer jungen Hausfrau und Mutter bei ihrem alltäglichen Kampf gegen Schmutz und Unordnung zusehen. Auch Alena betitelt ihre Filme gerne mit Stichworten wie „Putzmotivation“ oder „Putzroutine“ und zieht damit zahlreiche Zuschauer an.


Schade eigentlich, dass der Alltag in einer Gebäudereinigung dagegen eher auf wenig Interesse stößt!

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