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Tarifkonflikt für Gebäudereinigerbranche beigelegt

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Gute Nachrichten für alle Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk! Die 700.000 Reinigungskräfte in Deutschland bekommen ab dem 1. Januar 2021 mehr Lohn - und bis 2023 wird der Mindestlohn noch weiter steigen! In insgesamt drei Stufen wird die Bezahlung so angehoben, dass man 2023 gute 11 Prozent mehr in der Tasche haben wird. Zunächst am 1. Januar wächst die Bezahlung von mindestens 10,80 € auf 11,11 € pro Stunde. Ab 2022 bekommt man dann schon 11,55 € und schließlich ab 2023 12,00 € Mindestlohn. Auch gelernte Kräfte in der OP- sowie Glas- und Fassadenreiniger dürfen sich über mehr Geld freuen, hier werden die Mindestgrenzen um 8,7 % bzw. 7,6 % steigen.

 

Diese Ergebnisse handelten die Tarifparteien - die IG BAU (Bauen, Agrar, Umwelt) auf Arbeitnehmer- und der BIV (Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks) auf Arbeitgeberseite - vor dem Hintergrund der Corona-Krise aus, die von beiden Seiten sehr unterschiedlich bewertet wurde. Während die IG BAU plädierte, dass die Pandemie die Bedeutung der Gebäudereiniger deutlich aufgezeigt und gleichzeitig den Beschäftigten erhöhte Arbeits- und Gesundheitsbelastungen ausgesetzt habe, betonte der BIV die schwierige wirtschaftliche Lage, die auch die Branche zu spüren bekomme.

 

Mit dem erzielten Ergebnis zeigt sich die IG BAU durchaus zufrieden und sieht darin auch eine Anerkennung der Leistungen von Reinigungskräften. Man sieht sich dem Ziel, die Beschäftigten der Branche, von denen drei Viertel zu Mindestlohnbedingungen arbeiten, aus dem Niedriglohnsektor rauszuführen, ein Stück nähergekommen. IG BAU Verhandlungsführerin Ulrike Laux kommentiert das Ergebnis wie folgt: „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie sehr es auf Sauberkeit und Hygiene in Krankenhäusern, Schulen und Büros ankommt. Für ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen erhalten die Beschäftigten nun eine faire Anerkennung“.

 

Christian Kloevekorn, Verhandlungsführer auf Seiten der Arbeitgeber, bewertet das Ergebnis anders, stellt aber ebenfalls die Anerkennung für die Beschäftigten in diesen schwierigen Zeiten heraus: „Der Abschluss ist für unsere von der Corona-Krise stark betroffenen Betriebe am Rande des Machbaren. Unterm Strich jedoch steht ein Tarifvertrag der Vernunft mit vielen überzeugenden Facetten. Vor allem die lange Laufzeit und der konstante Lohnzuwachs sind für die Planungssicherheit der Betriebe und Auftraggeber und mit Blick auf die unsichere Zukunft durch Corona ein sehr hohes Gut. Mit dem Abschluss unterstreichen die Arbeitgeber des beschäftigungsstärksten deutschen Handwerks einmal mehr, dass sie den Beschäftigten nicht nur Applaus spenden, sondern dass sie in der Praxis für attraktive und zukunftsfähige Konditionen sorgen.“

 

Foto: © Fotolia/Boggy

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