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Fast jeder 2. Gebäudereiniger-Azubi bricht Lehre ab

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Mit 49,7 % beziffert die Süddeutsche Zeitung den Anteil der Auszubildenden, die ihre Lehre zum Gebäudereiniger im Jahr 2016 abgebrochen haben. Damit gehören die Gebäudereiniger zu den Berufsgruppen mit den höchsten Abbruchsraten. Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen sowohl bei den Arbeitgebern als auch den Arbeitnehmern.

 

Das deutsche duale Ausbildungssystem hat sich seit Jahrzehnten bewährt und gilt auch international als vorbildlich. Trotzdem tun sich auch immer wieder Probleme in der Ausbildung auf, sowohl auf Seiten der Betriebe als auch auf Seiten der Lehrlinge. Die Arbeitgeber klagen über fehlende Grundqualifikationen und eine geringe Frustrationstoleranz beim jungen Nachwuchs, Auszubildende hingegen fühlen sich mitunter in ihren Betrieben ausgenutzt und fachlich schlecht betreut.

 

Das spiegelt sich auch in allgemein hohen Abbruchsquoten wider. Über alle Berufsgruppen hinweg bricht etwa jeder vierte Azubi seine Lehre ab, ein Drittel der Vertragsauflösungen erfolgt bereits während der Probezeit, also den ersten vier Monaten nach Ausbildungsbeginn. Zwar relativiert sich die Zahl der Abbrüche, wenn man berücksichtigt, dass darin auch solche Abbrecher erfasst werden, die „nur“ den ausbildenden Betrieb wechseln bzw. auch den Lehrberuf. Doch unterm Strich zeugen neben den „Komplettabbrechern“ auch Betriebs- und Berufswechsler von einem großen Maß an Unzufriedenheit mit der Ausbildung. Dass in der Gebäudereinigung nahezu jeder Zweite hinschmeißt, ist durchaus erschreckend.

 

Zu den Faktoren, die zu einer Auflösung eines Ausbildungsverhältnisses führen, gehört zumindest auch ein positiver: Die Zahl der angebotenen Lehrstellen ist insgesamt groß, d.h. der Anreiz zu wechseln ist gestiegen. Sobald man sich im eigenen Betrieb nicht mehr wohl fühlt, lockt ein anderer, vermeintlich besserer. Bei den Abbruchsgründen werden ansonsten vor allem eine zu schlechte Vergütung, mangelnde Betreuung, fachfremde und zu lange Arbeiteinsätze und nicht erfüllte Erwartungen an das Berufsbild genannt.

 

Dafür, dass es gerade bei den Gebäudereinigern zu überproportional vielen Abbrüchen kommt, dürften vor allem auch zwei Fakten beitragen. Zum einen erfolgt die Ausbildung zum Gebäudereiniger häufiger in Kleinbetrieben als in vielen anderen Ausbildungsberufen. Gerade kleinere Firmen tun sich jedoch schwer damit, Lehrlinge zu halten. Die Gründe dafür sind offensichtlich: Azubis müssen hier von Anfang an „reinhauen“, Zeit zum Erklären, Anleiten und Reflektieren gibt es kaum. Zum anderen ist der Anteil von Migranten unter den Gebäudereiniger-Azubis ebenfalls höher als in vielen anderen Berufen. Verständigungsschwierigkeiten, aber auch fehlendes Verständnis für die Anforderungen und Abläufe des hiesigen Arbeitsmarktes führen bei Migranten zu einer hohen Zahl an Abbrüchen.

 

Dabei geht es der Gebäudereiniger-Branche gut und sie bietet für qualifizierte Arbeitskräfte vielversprechende Arbeitsmarkt- und Weiterentwicklungschancen. Daher liegt es sowhl an den Ausbildern als auch an den Auszubildenden selbst sich mehr um die berufliche Zukunft letzterer zu bemühen. Viele Enttäuschungen und Frustrationen lassen sich durch klare Absprachen, regelmäßiges Feedback und gezielte Fördermaßnahmen ausräumen. Auch wenn das für die Ausbilder oft eine wahre Herausforderung im Rahmen des alltäglichen wirtschaftlichen Drucks ist, so sollte die Aussicht, für den eigenen Betrieb geeigneten, kompetenten Nachwuchs ranzuziehen, eine lohnende Investition in die Zukunft darstellen. Doch auch der Nachwuchs ist gefordert zu erkennen, dass „Lehrjahre keine Meisterjahre“ sind. Ein realistischer Blick auf die Anforderungen am Arbeitsmarkt, aber auch Leistungsbereitschaft sind unabdingbar für einen erfolgreichen Verlauf der Ausbildung.

 

Eine gute Zusammenfassung über die Inhalte der Gebäudereiniger-Ausbildung, über das Tätigkeitsfeld und die Entwicklungsmöglichkeiten nach der Lehre findet sich übrigens hier.

 

Foto: Pixabay

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