Laminat richtig reinigen
Laminat wird immer als die pflegeleichte und preiswerte Alternative zu Parkett angepriesen. Dabei kann auch ein Laminatboden Schaden nehmen, wenn man ihn nicht richtig behandelt. Im schlimmsten Fall kann es dazu kommen, dass er an einzelnen Stellen aufquellt, weil entweder Putzwasser eingedrungen oder es anderweitig zu einem Wasserschaden gekommen ist. Daher hier ein paar Tipps, die dafür sorgen, dass Ihr schöner Laminat-Boden auch lange schön bleibt.
Dafür sollte man am besten schon beim Kauf auf gute Qualität achten. Tolles Laminat ist unter anderem von toom erhältlich. Insbesondere die „Nutzungsklasse“ (NK) gibt dazu einen guten Anhaltspunkt. Sie klassifiziert Laminat danach, wie stark es belastet werden kann. Da, wo es von nicht so vielen Menschen betreten wird und wo in der Regel kein schweres oder spitzes Schuhwerk getragen wird, braucht der Laminatboden natürlich nicht so robust zu sein wie dort, wo er viel frequentiert wird und wo vielleicht sogar mit Arbeitsschuhen drauf gelaufen wird. Die Nutzungsklasse 21 ist die geringste. Sie empfiehlt sich nur in wenig genutzten Wohnbereichen wie etwa Schlafzimmern. Die NK43 ist die höchste Klasse und kann sogar in industriellen Bereichen eingesetzt werden.
Dazu zunächst eine kurze Einführung in die Beschaffenheit von Laminat. Darauf gibt uns bereits der Name an sich einen Hinweis, denn wie wir das vom „Laminieren“ kennen, werden bei dieser Belagsart verschiedene „Schichten“ miteinander verbunden. Diese sind aus verschiedenen Bestandteilen, nämlich einer Platte aus gepresstem Holz, einer mit der Maserung bedruckten Papierschicht und schließlich der Versiegelung, die das Ganze schützt. Und Letztere ist bzw. kann eine Schwachstelle sein. Denn wenn die Versiegelung nicht mehr intakt ist, kann Feuchtigkeit in den Boden eindringen und das darin befindliche Papier und Holz zum Quellen bringen.
Das bringt uns auch schon gleich zu den zwei wichtigsten Schutzmaßnahmen für Laminat: Beschädigungen durch abrasiven Grobschmutz müssen vermieden werden und mit Wasser muss man beim Reinigen sparsam umgehen! Daher ist es wichtig, dass ein Laminat regelmäßig gestaubsaugt wird. Saugen ist die Reinigung der Wahl, solange sich kein anhaftender Schmutz auf dem Laminat befindet. Und auch vor der Feuchtreinigung gilt, dass zuvor gesaugt werden sollte. Andernfalls könnte es zu Kratzern kommen, weil man durch das Wischen auch den groben Schmutz übers Laminat scheuert. Und schon kleine Brüche in der Versiegelung können so zum Einfalltor für Feuchtigkeit werden.
Beim Feuchtreinigen also bestenfalls nebelfeucht wischen, es darf auf keinem Fall zu Pfützenbildung oder stehendem Wasser auf dem Boden kommen! Auf Nummer Sicher geht man, wenn man nach dem Feuchtreinigen nochmals speziell mit einem saugfähigen Tuch trocken nachwischt. Wichtig ist auch, dass man ein schonendes Putzmittel verwendet, auf keinen Fall ein scharfes, das etwa Chlor oder Essig enthält, denn auch unter diesen Mitteln leidet die Versiegelung. Auch wachshaltige Putzmittel oder Polituren haben nichts in der Laminatpflege zu suchen. Diese würden als Schmierfilm auf dem Belag verbleiben, ihn rutschig und unansehnlich machen.
Was aber tun, wenn es trotz aller Vorsicht zu Brüchen in der Versiegelung gekommen ist? Dann sollte man diese unbedingt verschließen! Das kann man z.B. indem man Babyöl in die entstandene Ritze einreibt, denn Öl stößt Wasser ab. Da Öl aber auch schnell wieder abgetragen wird, empfiehlt sich das Einreiben von Wachs noch mehr. Auch spezielle Laminat-Reparatur-Mittel sind für solche Fälle im Handel erhältlich.
Und zu guter Letzt noch ein Tipp für hartnäckige Flecken, die sich durch einfaches Wischen nicht entfernen lassen: Auch hier auf keinen Fall mit viel Wasser drangehen und auch nicht darauf rumschrubben! Versuchen Sie es mit einem Schmutzradierer, den Sie leicht anfeuchten. Dieser Fleckenentferner beweist sich in vielen Fällen als besonders wirkungsvoll.
