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Die Kunst des Reinigens von Steinböden


Gebäudereiniger bei der Grundreinigung eines Steinbodens
Gebäudereiniger bei der Grundreinigung eines Steinbodens

Nichts ist so individuell wie der Steinboden, denn jeder Stein ist ein Unikat. Das macht die Reinigung zu einer Herausforderung.

 

Grundvoraussetzung für die Reinigung und Aufbereitung von Steinböden ist die fundierte Kenntnis der zu bearbeitenden Oberfläche. Das Begutachten des Bodens mit bloßem Auge und die Erfahrung allein reichen nicht aus. Steine, vor allem bearbeitete, können sich in der Optik sehr ähneln, auch wenn sie geologisch völlig unterschiedlich sind.

 

Was ist das für ein Stein?

 

Vor der Reinigung des Steinbodens ist festzustellen, um was für einen Stein es sich handelt. Von Vorteil ist, wenn der Kunde ein Gutachten über den Stein vorlegen kann. Dies ist leider meistens nicht der Fall, aber fragen sollte man trotzdem danach. Die Säureprobe klärt über Kalkanteile im Stein oder an der Oberfläche auf. Deshalb darf die zu überprüfende Oberfläche keine für Baustellen typische Schmutzreste wie Zementschleier, kalkhaltige Farben oder Klebereste enthalten. Eine Vorreinigung ist deshalb immer nötig. Mit der Säureprobe lässt sich nicht nur Marmor von Hartgestein unterscheiden, sondern auch, ob ein Sandstein calcitisch gebunden ist. Wer genauer hinschaut, kann mit einer einfachen Uhrmacherlupe problematische Mineralbestandteile im Stein erkennen sowie Korngrößen und Füllstoffe.

Es gibt noch mehr Hilfsmittel, die aber nur etwas nützen, wenn der Anwender in der Lage ist, die Ergebnisse richtig analysieren zu können. Das setzt eine intensive Beschäftigung mit der Materie voraus. Von Vorteil ist das Erkennen von Lagerfehlern, z.B. wenn nicht alle Bodenplatten nach der gleichen Lagerrichtung geschnitten wurden. Unterschiede können in der mechanischen Beanspruchbarkeit und der Wasseraufnahme vorliegen. Aus diesem Grund sollte man richtungslosen Granit und gerichteten Gneis voneinander unterscheiden können, auch wenn sie eng verwandt sind und oft fast gleich aussehen. Bei Natursteinen, zu denen der Limonit, Hämatit und der Olivin gehören, können Mineraleinschlüsse vorliegen. Zementgebundene und kunstharzgebundene Steine gehören zu den Kunststeinen. Bei einem Kunststein wie dem Terrazzo muss man prüfen, ob das Granulat härter oder weicher als die Bindung ist.

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Es gibt noch mehr Hilfsmittel, die aber nur etwas nützen, wenn der Anwender in der Lage ist, die Ergebnisse richtig analysieren zu können. Das setzt eine intensive Beschäftigung mit der Materie voraus. Von Vorteil ist das Erkennen von Lagerfehlern, z.B. wenn nicht alle Bodenplatten nach der gleichen Lagerrichtung geschnitten wurden. Unterschiede können in der mechanischen Beanspruchbarkeit und der Wasseraufnahme vorliegen. Aus diesem Grund sollte man richtungslosen Granit und gerichteten Gneis voneinander unterscheiden können, auch wenn sie eng verwandt sind und oft fast gleich aussehen. Bei Natursteinen, zu denen der Limonit, Hämatit und der Olivin gehören, können Mineraleinschlüsse vorliegen. Zementgebundene und kunstharzgebundene Steine gehören zu den Kunststeinen. Bei einem Kunststein wie dem Terrazzo muss man prüfen, ob das Granulat härter oder weicher als die Bindung ist.

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Dies ist wichtig für den späteren Abschleifprozess. Wurden dem Granulat Sondermaterialien wie Metall oder Glas beigemengt? Zur Gruppe des Kunststeins gehören auch Ziegel, Klinker, Steingut und Feinsteinzeug. Nach der Feststellung der Steinart prüft der Steinbodenreiniger, welche Oberflächenbehandlung ursprünglich bereits gemacht wurde: Bruchrau, gespalten, gesägt, gestockt oder poliert usw.? Wie ist der Zustand der zu bearbeitenden Fläche bezüglich seines Untergrundes? Welche Verlegeweise wurde gewählt: Dickbett, Dünnbett, Kleber oder Fließmörtel? Dazu vorhandene Unterlagen können dem Gebäudereiniger notwendige Informationen liefern. Aber nicht immer entsprechen die Unterlagen der wirklichen Umsetzung, da Handwerker sich oft aus Kostengründen nicht an die Ausschreibung halten.

 

Schäden im Steinboden

 

Flecken an der Oberfläche können von einem ungeeigneten Kleber stammen und irreparabel sein. Von der Reinigung dieser Flecken lässt man am besten ganz die Finger denn dadurch macht man es nur schlimmer. Randbildungen an den Bodenplatten weisen auf unsachgemäßes Verlegen hin. Wirken die Ränder fettig, schließt das auf Silikoneinwanderungen. Weiße, abpudernde Ränder weisen auf von der Fugenmasse her durchtretende Salze hin. Eine genaue Dokumentation des vorgefundenen Schadenbildes schützt vor späterer Inanspruchnahme seitens des Kunden. Sind die Platten plan verlegt? Ansonsten müssen sie punktuell nachgearbeitet werden, was von Anfang an in der Kalkulation berücksichtigt werden muss. Der Gebäudereiniger prüft außerdem vor seiner Arbeit, ob die Fugen gleichmäßig hoch gefüllt sind, die Fugenmasse nicht bröselt und keine Flankenabrisse zum anliegenden Stein vorhanden sind. Ist dem nicht so, dringen bei der Reinigung Wasser sowie Chemie aus der Flotte in den Unterbau ein, was nie wieder ganz zu entfernen oder zu neutralisieren ist.

 

Sind Risse im Boden vorhanden? Oft sparte der Architekt hier eine Dehnfuge ein, um eine angeblich bessere Optik zu erzeugen. In dem Fall entsteht die Dehnfuge von selbst, aber eben in Form unschöner Risse. Dadurch können Chemikalien bei der Reinigung in den Untergrund gelangen.

 

Ungenaues Verlegen der Steinplatten kann dazu führen, dass Platten teilweise hohl liegen, sich lockern und dann über eine Kante wippen. Diese Fehler kann nur der Steinmetz beheben. Auf diese Notwendigkeit der Sanierung sollte der Gebäudereiniger vor Arbeitsbeginn hinweisen, da lose oder gebrochene Platten nicht einwandfrei zu behandeln sind. Bei der Bearbeitung mit schweren Maschinen kann es zu weiteren Plattenbrüchen kommen. Auf diese Möglichkeit sollte im Angebot hingewiesen werden und dies als Risiko auf Seiten des Auftraggebers vermerkt werden. Durch das Abklopfen mit dem Metallhammer oder dem Rollenlassen einer Metallkugel über den Boden erkennt man am Klang, ob die Platten hohl sind.

 

Der Weg zum Steinbodenreiniger

 

Die Möglichkeiten, die sich handwerklich ergeben, um dem Wunsch des Kunden nahezukommen, sind begrenzt durch den Steinboden, die Objektnutzung, die einsetzbare Technik und durch die Summe, die der Kunde investieren möchte. Einen Schieferboden kann man z.B. nie auf Hochglanz polieren, und ein Travertin wird immer Löcher haben, weil das in seiner Beschaffenheit liegt. Wird hier etwas verlangt, was die Art und Weise des Steinbodens nicht hergibt, dann liegt das an der falschen Wahl des Materials, die auch der Gebäudereiniger nicht verändern kann.

 

Wer sich als Gebäudereiniger auf die Säuberung von Steinböden spezialisieren möchte, sollte sich ein solides, fundiertes Wissen aneignen. In der Ausbildung zum Gebäudereiniger kommt die Steinreinigung kaum vor. Mehr Informationen dazu erhält man im Internet sowie in Kursen von Innungen und Handwerkskammern. Bibliotheken stellen genügend Fachliteratur zur Verfügung. Das Hineinschnuppern in die Berufe Steinmetz, Steinbildhauer oder Fliesenleger kann ebenfalls nicht schaden.

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