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Richtig Staub wischen – Tipps, Tricks und Infos, nicht nur für Profis

Detailaufnahme: Wischen einer Stange
Detailaufnahme: Wischen einer Stange

Liebe Leserinnen und Leser, mit einem Servus, direkt aus München, wollen wir uns im folgendem Artikel etwas genauer mit einer eigentlich kleinen, wenn nicht sogar unscheinbaren Sache beschäftigen, die professionelle Gebäudereiniger ebenso umtreibt wie jeden Hausmann oder jede Hausfrau: Staub. Hand aufs Herz, wirklich bewusst nehmen wir ihn nicht sehr oft wahr, aber Staub tritt überall auf, er umgibt uns. Egal ob wir uns auf einem Stuhl bewegen, oder den Kopf schütteln - es entsteht Staub, der sich leider auch überall ablagert.

 

Gemeiner Hausstaub setzt sich aus organischen sowie anorganischen Stoffen zusammen. Etwas genauer betrachtet besteht er aus winzig kleinen Partikeln, Fusseln, Fasern unserer Kleidung, Hautschuppen, Pflanzenpollen, sowie kleinen Rußteilchen.

 

Weniger appetitlich wird es, wenn man weiß, dass in ihm auch kleine Milben und Staubläuse vorhanden sind. Aber nicht nur diese Tierchen sind widerlich und können Krankheiten verursachen. Spätestens ab dem Zeitpunkt ab dem klar ist, dass er auch die Ausscheidungen der Tierchen, sowie Sporen von Schimmelpilzen und Bakterien beinhaltet, will man sich Staub erst gar nicht unterm Mikroskop genauer anschauen.

So klein die Bestandteile auch sein mögen, aus denen Staub besteht, so groß können seine negativen  Auswirkungen ausfallen. Mit Sicherheit kennt jeder jemanden der an einer Hausstauballergie leidet. Staub beeinträchtigt unsere Gesundheit. Zusätzlich verunreinigt und verfärbt er Oberflächen und wird als Schmutz negativ wahrgenommen.

 
Vermeiden kann den Staub selbst der beste Gebäudereiniger nicht. Ihm aus dem Weg zu gehen ist praktisch unmöglich. Selbst medizinisch genutzter Reinraum kann nur mit einem Mix aus aufwändigen Überdruck- und Filtertechniken nahezu staubfrei gehalten werden.

Gut, nun mag der eine oder andere witzige Zeitgenosse bis heute noch sehr gerne eine sichtbare Staubschicht für eine lustige Kurznotiz benutzt haben. Anhand der zuvor aufgeführten Informationen, in was er da eigentlich mit seinem Finger herumwischt, dürften sich diese Notizen jedoch zukünftig merklich reduzieren. Denn ganz kurz zusammengefasst: Staub ist Dreck – und es gilt ihn zu beseitigen.

 

Grundsätzlich

 

Eine wichtige Regel beim Staubwischen, die wir von den Profis in der Gebäudereinigung lernen können, lautet immer Ablagerungen von oben nach unten zu beseitigen. Bei Oberflächen arbeitet man von hinten nach vorne, auf sich zu. Denn egal wie gut das eingesetzte Reinigungsgerät den Staub auch aufnimmt, einige Teilchen werden sich immer „aus dem Staub machen“ und können mit dieser Anwendungsweise später beseitigt werden.

 

Staubwedel

 

Bei leichtem Staubbelag kommt der klassische Staubwedel zum Einsatz. Egal ob Sie traditionell gefertigte Wedel mit Federn oder Ausführungen, die mit Kunst- und Mikrofasern bestückt sind, bevorzugen, achten Sie darauf, dass der Stiel eine Verlängerung bzw. Teleskopfunktion bietet. Sie erreichen somit nicht nur die wirklich schwer zugänglichen Stellen, sondern steigern auch Ihre Effektivität. Und mit so einer Verlängerung reduzieren sich auch merklich unfreiwillig komische „Turnaktionen“, weil einfach der Arm zu kurz ist. Zusätzlich lassen sich hiermit gerade auch Deckenbereiche wunderbar von Ablagerungen befreien.

 

Mikrofasertuch

 

Das Mikrofasertuch eignet sich hervorragend, um glatte Oberflächen zu bearbeiten. Besitzt das Mikrofasertuch noch zusätzlich elektrostatische Eigenschaften werden Staubkörnchen regelrecht angezogen und bleiben am Tuch haften. Denken Sie daran, das Tuch öfters auszuschütteln.

 

Baumwolltuch 

 

Hartnäckigen Ablagerungen rücken Sie mit einem Baumwolltuch (wahlweise leicht angefeuchtet) auf den Pelz. Achten Sie darauf, dass es nötig sein kann abwechselnd mit einem feuchten Tuch und anschließend mit einem trockenen Tuch zu arbeiten. Hierbei gilt die Devise entsprechende Reinigungsmittel sparsam einzusetzen. 

 

Glatte Bodenflächen 

 

Egal ob es sich um Fliesen, Marmor, Holz, Kork, PVC, Linoleum, usw. handelt: Vergewissern Sie sich unbedingt ganz genau vor dem Wischen, dass Sie den richtigen Reiniger einsetzen! Was Fliesen wunderbar reinigt, kann für einen Holzboden katastrophale Folgen haben. Beachten Sie bitte immer ganz genau die Herstellerangaben und vor allem auch die richtige Dosierung. Übrigens: Rückenschmerzen beugen Sie vor, indem Sie Wischer nutzen, deren Griffteil mindestens 1,30 m lang ist.

 

Teppichbelag 

 

Nur Staubsauger mit dem richtigen Abluftfilter eigenen sich dazu Staub zu saugen. Beispielsweise sind auf dem Markt Geräte mit sogenannten High Efficiency Particulate Airfilter, kurz HEPA, erhältlich. Ohne solche Filter wird der gerade eingesogene Schmutz zum Teil gleich wieder im Raum verteilt. Ein gutes Gerät zeichnet sich durch viele weitere Kriterien aus. Hierzu zählen Saugleistung, Geräuschpegel, Energieeffizienz und Spezialaufsätze - das Anschaffungskriterium „Geiz ist geil“ jedoch nicht.

 

Fensterbereiche nicht vergessen 

 

Der gelernte Gebäudereiniger weiß: Fensterflächen und Rahmen, egal ob diese sich innen oder außen befinden sind das direkte Einfallstor für Staub. Denken Sie daran, dass Sie auch Fensterbänke innen sowie außen reinigen.

 

Was sehr gerne übersehen wird sind Jalousien, Plissees, Rollos und Lamellen. Auf den großflächigen Sicht- und Sonnenschutzvorrichtungen sammelt sich Staub sehr gerne an, nicht zuletzt deswegen, weil sich hier auch schnell Luftfeuchtigkeit niederschlägt und diese den Staub regelrecht bindet. Beseitigen Sie diese Schicht nicht rechtzeitig, bildet sich schnell eine Schmutzkruste. 

 

Spezialfall Heizkörper

 

Frei liegende Heizkörper abzustauben stellt kein Problem dar. Jedoch sind diese häufig verkleidet. Ziehen Sie bitte einen Fachmann hinzu, bevor Sie sich an den Verkleidungen zu schaffen machen und versehentlich Halter abbrechen.

 

Elektronische Geräte

 

Ein Staubsauger verleitet geradezu dazu, schnell mal den gesammelten Schmutz an Kühlöffnungen elektronischer Geräte abzusaugen. Denken Sie aber daran, dass sich hier auch rotierende Kühler befinden. Ist der Sog zu stark, können diese schnell überdrehen und ihr Lager wird geschädigt. Egal ob es sich nur um einen normalen Bürorechner, Drucker oder sogar Spezialgeräte handelt – hier darf die Reinigung nur von geschulten Gebäudereinigern durchgeführt werden. 

 

Staub reduzieren

 

Sorgen Sie für ausreichend Luftfeuchtigkeit. Neben Stoßlüften hilft es Verdunstungsschalen aufzustellen. Auch Pflanzen erweisen sich gerne als grüne Staubfresser. Besonders Grünlilie, gemeiner Efeu, Friedenslilie, Chrysantheme und Drachenbaum werden hier von Experten genannt. Positiver Nebeneffekt: Pflanzen lockern das Gesamtbild auf und filtern zusätzlich weitere Schadstoffe aus der Luft.

 

Gebäudereiniger – Die Fachkraft

 

Sehr gerne hilft Ihnen der Fachbetrieb weiter. Gebäudereiniger stellen nicht nur das entsprechende professionelle Equipment und Personal, sondern reinigen routiniert und kennen alle Tricks. Richtig beraten und versorgt erhalten Sie nicht nur ein sauberes Umfeld, sondern erhöhen auch die Lebensqualität merklich. Dabei ist es völlig egal ob es sich um die eigenen vier Wände, ein Großraumbüro oder Geschäft handelt.

 

Professionelle Gebäudereinigung hat zwar seinen Preis, lohnt sich aber schon alleine deswegen, weil Sauberkeit einfach gut für die Gesundheit, Motivation und das Wohlbefinden ist. Das gilt nicht nur für Sie selbst, egal ob zuhause oder auf der Arbeit. Auch Kunden und Besucher nehmen eine saubere Umgebung sehr positiv wahr.

 

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20.02.2020
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