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Multi-Objekt Betrieb: Wie man Reinigungspläne, Sonderleistungen und Störungen über Standorte steuern kann

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 Sobald Gebäudereinigung nicht mehr nur ein Objekt betrifft, ändert sich alles. In einem Standort können die meisten Sachen über Zuruf geregelt werden. Bei zehn Standorten wird genau das zur Fehlerquelle. Reinigungspläne driften auseinander, Sonderleistungen werden vergessen, Störungen laufen über private Chats und am Ende des Monats sind belastbare Nachweise nicht vorhanden. Multi-Objekt Betrieb heißt also vor allem eins: Standards schaffen, die im Alltag funktionieren, auch wenn Teams wechseln und Standorte unterschiedlich ticken.


Leistungsverzeichnis und Frequenzen abbilden


Der häufigste Grund für Reklamationen ist nicht schlechte Arbeit, sondern unklare Erwartung. Im Multi-Objekt Betrieb muss das Leistungsverzeichnis eindeutig sein:


• Welche Flächen?
• Welche Tätigkeiten?
• Welche Frequenz?
• Welche Qualitätsmerkmale?


Das gilt für Unterhaltsreinigung genauso wie für Sanitär, Glas oder Treppenhäuser. Wenn ein Standort abweicht, muss das als Variante dokumentiert sein, nicht als stilles Wissen.
Praxisgerecht ist eine Struktur nach Raumarten und Tätigkeitsgruppen. Dazu gehören konkret messbare Parameter wie qm, Intervalle von Reinigungen, definierte Sonderzonen. Wer das nicht konsequent dokumentiert, verliert die Vergleichbarkeit der Standorte, kann weder Ressourcen noch Kosten sauber steuern.


Störungen, Sonderleistungen, Nachweise möglichst digital steuern


In der Realität passieren ständig Abweichungen. Ein Wasserschaden, eine kurzfristige Veranstaltung, zusätzliche Besucherkapazität, Vandalismus. Wenn Sonderleistungen nicht sauber erfasst werden, gehen sie unter oder werden später diskutiert. Genau hier braucht es einen Prozess: Meldung, Priorisierung, Zuordnung, Durchführung, Abnahme.


An der Stelle ist eine zentrale Software für Facility Manager oft der pragmatische Schritt, weil Störungen, Aufgaben und Dokumentation in einem System zusammenlaufen können, statt in Excel Tabellen, E-Mail Korrespondenz und Chats zu verschwinden. Es geht nicht um das Tool, sondern darum, wie machen wir Tickets, Fotos, Zeiten, Zuständigkeiten standortübergreifend nachvollziehbar.


Das gilt auch für Abnahmen. Wenn ein Objektleiter nicht jeden Tag vor Ort ist, braucht er Nachweise, die wirklich belastbar sind. Fotodokumentation mit Zeitstempel, kurze Abnahmeprotokolle, klare Statuslogik um Diskussionen zu reduzieren.


Schlüssel, Zutritte und Sicherheitslogik


Multi-Objekt Betrieb scheitert oft an einem ganz banalen Thema: Zugang. Schließzeiten, Alarmanlagen, Schlüsselübergaben und Zutrittsrechte. Wenn das Team nicht rein kommt, kommt keine Leistung und das wird dann später als Qualitätsmangel wahrgenommen.


Sinnvoll ist eine Zutrittsmatrix. Wer hat welche Berechtigung? Wann ist Zutritt? Wer ist Ansprechpartner, wenn es Störungen gibt? Dazu gehört auch die Überlegung, wo Ersatzwege sind, z.B. wo Schlüsselboxen hinterlegt werden oder wo Übergaben definiert werden. Wichtig ist die Dokumentation von Schlüsselbewegungen, weil dort Sicherheitsrisiken entstehen.
In sensiblen Bereichen, z.B. im medizinischen Bereich oder bei kritischen Infrastrukturen, wird es noch wichtiger. Hier müssen Reinigung und Sicherheit zusammen gedacht werden, Einweisung, Arbeitsfreigaben, Sperrzonen.


Material, Maschinen und Verbrauch als Standortprozess


Verbrauchsmaterialien und Maschinen sind im Multi-Objekt Betrieb eine stille Kostenstelle. Wenn Nachschub nach Gefühl läuft, gibt es entweder Engpässe oder es gibt Überbestände. Beides kostet. Der bessere Weg ist ein einfacher Re-Order Prozess. Mindestbestand definieren, Verbrauch grob tracken, Nachbestellung anstoßen.


Maschinenplanung gehört auch dazu. Wo stehen Scheuersaugmaschinen? Wer wartet sie? Wie werden Mängel gemeldet? Gerade bei wechselnden Teams ist es wichtig, dass Zuständigkeit geregelt ist, sonst wird alles ignoriert, bis die Maschine ausfällt. Das wirkt dann auf die Reinigungsqualität, obwohl die Ursache in der Organisation liegt.

 

Bild: Adobe Stock free

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