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Wartung von Kleinkläranlagen: Wann und wie oft muss die Grube geleert werden?

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Eine regelmäßige Wartung ist nicht nur bei großen, sondern ebenso bei Kleinkläranlagen zwangsläufig notwendig. Denn: In der Praxis erfüllen Kleinkläranlagen, da sie typischerweise nicht an die öffentliche Kanalisation angebunden sind, eine essentielle und wichtige Aufgabe. Fallen sie aus, kann auch das Abwasser nicht mehr vor Ort gereinigt werden. Für Eigentümer empfiehlt sich daher ein besonderes Augenmerk auf die Wartung zu legen.


Kläranlagen werden gebraucht - im großen wie im kleinen Umfang


Obgleich Kläranlagen schon seit vielen Jahrzehnten existieren, wird die korrekte Entsorgung von Klärschlamm doch nach wie vor regelmäßig angepasst. So jüngst beispielsweise in Schleswig-Holstein, wo neue Vorgaben die fachgerechte Entsorgung künftig noch erschweren und aufwändiger gestalten. Wichtig ist es aber natürlich dennoch diese einzuhalten, denn die Bakterien im Klärschlamm könnten, so eine kürzlich publizierte Studie, direkte Auswirkungen auf das Klima und die Erderwärmung haben.


Eine einzelne Kleinkläranlage wird im Hinblick auf die Erderwärmung zwar keinen nennenswerten Effekt haben, trotzdem ist aus Eigentümersicht empfehlenswert diese lieber regelmäßig warten zu lassen, statt sie später umfassend reparieren zu müssen. Die Wartung ergibt sich schon aus der Funktionsweise dieser Anlagen: Abwasser wird immer mehrstufig gereinigt, dabei setzen sich zwangsläufig auch einige Feststoffe ab. In der Vorklärgrube beziehungsweise im Schlammfang sammeln sich dann sowohl diese Feststoffe als auch nicht biologisch abbaubare Rückstände und natürlich der Schlamm.


Regelmäßige Wartungen stellen eine einwandfreie Funktionsweise sicher


Wer die eigene Klärgrube leeren lässt, von einer Firma in der Nähe, der stellt damit zugleich eine einwandfreie Funktionsweise sicher. Würden diese Kläranlagen nicht korrekt gewartet werden, würde das ihre Reinigungsleistung vermindern, auch könnten sich schwerwiegende Verstopfungen oder unangenehme Gerüche bilden. Schlimmstenfalls entsteht ohne die fachgerechte Wartung ein größerer Schaden, den zu beheben ein weitaus kostspieligeres Unterfangen als eine simple Wartung ist.


Wie oft die Kleinkläranlage gewartet beziehungsweise geleert werden muss, ist höchst individuell. Abhängig ist das maßgeblich von der Nutzung und Größe der Anlage. Je mehr Personen im Haushalt leben, der wiederum an die Kleinkläranlage angebunden ist, desto stärker wird diese auch beansprucht. Die Bauart spielt ebenfalls eine Rolle: Neuere Bauweisen müssen nicht ganz so oft wie ältere Modelle geleert werden. Als grobe Faustregel gilt: Wenigstens ein- bis zweimal pro Jahr sollte die Kleinkläranlage geleert werden. Bei sehr modernen Systemen genügt normalerweise eine Leerung im Jahr.


Gesetzliche Vorgaben gehören berücksichtigt


Häufig ist die Wartung nicht einmal zwangsläufig eine freiwillige Entscheidung, sondern ergibt sich aus regionalen Vorschriften. In vielen Regionen werden von den Gemeinden, Kommunen oder Ländern feste Intervalle zur Wartung und Entleerung inklusive Dokumentation dieser verlangt. Spätestens dann ist es also Zeit den Fachmann einzubestellen. Der sollte aber bei Bedarf auch schon vorher beauftragt werden, sofern unangenehme Gerüche bemerkt wurden, die sich mit der Zeit zudem noch intensiveren oder wenn der Abfluss merklich langsamer abläuft. Auch merkwürdige und untypische Geräusche sind, ebenso wie sichtbare Ablagerungen, ein Indiz dafür, dass die Zeit für eine Wartung und Leerung der Anlage gekommen ist.

 

Bild: KI

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