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Top Themen rund um Reinigung und Hygiene

Parkett reinigen und Parkett pflegen


Holz- und Parkettbodenreinigung sollte zum Standardrepertoire eines Gebäudereinigers gehören

 

Der Siegeszug des Parkettbodens als Bodenbelag ist nicht mehr aufzuhalten. Und das aus gutem Grund, denn Parkett ist weit mehr als eine Modeerscheinung. Es entspricht vielen Bedürfnissen, die man heute an Optik, Hygiene und Nachhaltigkeit stellt. Hinzu kommt, dass die Belastbarkeit von Parkett durch gezielte Holzauswahl und moderne Pflegeprodukte um einiges größer ist als früher. Daher zog das Parkett auch in Wohn-, Arbeits-, und öffentliche Bereiche ein, in denen man sich früher eher für eine Kunststoff- oder Fliesenvariante entschieden hätte.

 

Doch bei aller Belastbarkeit ist und bleibt Parkett auch ein empfindlicher Belag, der auf äußere Einflüsse wie Druck, Temperatur und Feuchtigkeit reagiert. Außerdem hat die Art der Erst- und Grundbehandlung entscheidenden Einfluss auf sein Erscheinungsbild: Wird die Naturfarbe durch die Behandlung dunkler

oder heller, welche Farbtöne werden dominieren und wirkt der Boden danach matt oder glänzend? Und vor allem: wie erhalte ich die gewünschte Optik langfristig? Um diese Fragen zu beantworten braucht es Fachwissen, das leider zwar von vielen beansprucht, aber von wenigen wirklich beherrscht wird. Immer wieder behandeln vermeintliche Fachleute Parkettböden „zu Grunde“, so dass nach wenigen Monaten bis Jahren der Boden ruiniert ist und nur eine aufwendige Sanierung mit komplettem Abschleifen bleibt. So hört man immer wieder von „Spezialisten“, die Parkett mit Dispersionen reinigen, die bereits nach kurzer Zeit einen hartnäckigen stumpfen Belag bilden - ein absolutes No Go!

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Für Gebäudereiniger steht zunächst die grundsätzliche Frage im Raum, ob man sich beim Thema Parkett als Rundum-Dienstleister etablieren will oder ob man sich nur auf die Grund- und Unterhaltsreinigung begrenzt. Schreiner, Parkett- und Bodenleger sind meist gefragt, wenn es um die Erstbehandlung oder Sanierung von Parkett geht. Ob man sich als Gebäudereiniger auch auf diese sensiblen Themen einlassen will, sollte man vom eigenen handwerklichen Geschick bzw. auch von der Bereitschaft, sich in eine komplexe Thematik einarbeiten zu wollen, abhängig machen. Wer dies beherrschen will, sollte sich nicht nur mit Pflegemitteln für die Grund- und Unterhaltsreinigung, sondern auch mit Erstbehandlungsarten und Holzarten auskennen.

 

In diesem Artikel wird es vor allem um das Kerngeschäft der Gebäudereiniger, also die Grund- und Unterhaltsreinigung von Parkettböden gehen.

 

Allgemeine Tipps rund ums Parkett

 

Als Gebäudereiniger sollte man seine Kunden auch allgemein rund ums Thema Parkett beraten und ihnen Tipps an die Hand geben, wie sie den wunderschönen Holzbelag auch langfristig vor größeren Beschädigungen und Verunreinigungen schützen können. Prinzipiell ist dafür natürlich ein gut aufeinander abgestimmtes Reinigungs- und Pflegesystem wichtig, wie es u.a. vom Parkettspezialisten Pallmann angeboten wird. Hier ein paar Basics, die grundsätzlich zum Erhalt des Parketts beitragen:

 

Das ideale Raumklima für Parkettboden liegt bei einer Zimmertemperatur von 20 bis 22 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent. Da gerade in den beheizten Wintermonaten die Luftfeuchtigkeit abnimmt, können Luftbefeuchter vor zu großer Trockenheit schützen. Auch Zimmerpflanzen tragen zu einer gesunden Luftfeuchtigkeit bei.

 

Kratzer, die durch groben Schmutz oder das Verschieben von Möbeln entstehen können, sind unbedingt zu vermeiden. Dagegen helfen Schmutzfangmatten in den Eingangsbereichen sowie Filzunterleger unter Tisch- und Stuhlbeinen. In Büros kann es sinnvoll sein, den Bereich rings um einen Schreibtisch mit Kunststoffbelägen zu schützen, um die Dauerbelastung durch Bürosessel und Trittspuren aufzufangen.

 

Ein Parkettboden dunkelt im Laufe der Zeit durch Lichteinfall nach. Stellen, die durch Teppiche oder Möbel für längere Zeit verdeckt sind, sind also heller als offen liegende Stellen. Zwar dunkelt auch eine wieder aufgedeckte Stelle nach einiger Zeit nach, doch ein Angleichen an den umliegenden Boden kann sehr lange dauern bzw. auch nicht mehr möglich sein.

 

Stehendes Wasser ist Gift für jeden Parkettboden! Daher sollten weder Vasen noch Pflanzkübel ungeschützt auf dem Boden stehen. Das in ihnen befindliche Wasser dünstet Richtung Boden aus und hinterlässt dort dauerhaft hässliche Wasserkränze. Auch alle anderen Wasserpfützen, z.B. durch verschüttete Gläser sind sofort zu entfernen, um ein Eindringen des Wassers in den Belag zu vermeiden.

 

Da Parkett auf unterschiedliche Weise erstbehandelt sein kann, hängen alle weiteren Pflege- und Reinigungstipps von der Art dieser Behandlung ab. Es gibt versiegelte, gewachste und geölte Parkettbeläge.

 

Versiegeltes (lackiertes) Parkett - eigentlich ganz einfach...

 

Das versiegelte Parkett gilt als pflegeleicht und ist es auch - wenn man einige Ratschläge befolgt. Die Versiegelung schließt die Poren der Holzoberfläche und verhindert dadurch das Eindringen von Schmutz direkt ins Holz. Daher muss bei der Grund- und Unterhaltsreinigung von versiegeltem Holz vor allem darauf geachtet werden, dass die Versiegelung intakt bleibt. Darüber hinaus wünschen die Kunden natürlich auch, dass ihr versiegelter Boden seinen ursprünglichen Glanz beibehält.

 

Im Prinzip muss der versiegelte Parkettboden vor allem vor abrasiven Stoffen geschützt werden, die einen Abtrag des Lacks bewirken können. Daher steht in der Unterhaltsreinigung die Trockenbeseitigung von Staub und Schmutz im Vordergrund. Je nach Bedarf sollte der Boden also mit einem feinen Besen oder einem Staubsauger gereinigt werden. Der dazu eingesetzte Staubsauger sollte weiche Kanten und leichtlaufende Rollen haben, um Kratzer zu vermeiden. Darüber hinaus kann je nach Verschmutzung nebelfeucht entweder klar oder mit sanftem Allzweckreiniger oder speziellem Parkettpflegemittel gewischt werden. Als Putzgerät eignet sich ein Mopp mit Baumwollfasern.

 

Abrieb oder Flecken auf versiegeltem Parkett lassen sich gut mit einer 1:1 Mischung aus Spiritus und Wasser begegnen. Scharfe, insbesondere ammoniakhaltige, Reiniger, Scheuermittel oder Dampfreiniger sind hingegen ein absolutes Tabu bei der Parkettreinigung!

 

Die Grundreinigung des versiegelten Parketts erfolgt nebelfeucht, am besten mit einem schichtbildenden Pflegemittel, das gleichzeitig den Glanz zurückbringt. Sehr gute Ergebnisse erzielt man hier, wenn mit einer Einscheibenmaschine ein Parkett Polish eingearbeitet wird.

 

Gewachstes und geöltes Parkett - ein Bodenbelag mit Eigenleben

 

Gewachste und insbesondere geölte Parkettböden sind derzeit sehr beliebt. Das liegt vor allem an ihrem natürlichen Look, der gegenüber versiegelten Böden eine gewisse Wärme vermittelt. Zudem können gewachste und geölte Beläge an besonders beanspruchten Stellen gesondert behandelt werden, ein Vorteil, der vor allem in der Gastronomie geschätzt wird, wo z.B. die Laufzonen weit schneller verschmutzen als andere Bereiche. Im Gegensatz zu versiegelten Parketten bleibt bei gewachsten und geölten die oberste Schicht mehr oder minder offenporig. Wachs, Öl oder andere geeignete Pflegemittel verschließen die Poren nur vorübergehend. Eine trockene Unterhaltsreinigung ist bei diesen Böden öfter angezeigt als bei versiegelten, weil Alltagsstaub sehr schnell die oberste schützende Schicht abträgt. Übrigens haben Mikrofasertücher bei der Reinigung gewachster und geölter Böden nichts zu suchen, denn auch sie lösen die Schutzschicht. Ein Mopp ist auch hier das richtige Reinigungsgerät.

 

Gewachste Parkettböden werden in der Unterhaltsreinigung trocken gereinigt, also gefegt oder gestaubsaugt. Anschließend können sie mit einem wachshaltigen Putzmittel nebelfeucht gewischt werden. Bei der Grundreinigung wird der Boden zunächst mit einer Holzseife geputzt und anschließend wieder mit Wachs behandelt. Das Wachs kann mittels einer Einscheibenmaschine oder aber auch mit feinen Bürsten eingearbeitet werden. Danach weist der Boden wieder einen schönen Glanz auf, der sich allerdings bei Betreten des Parketts schnell wieder verflüchtigt.

 

Bei geölten Böden zieht das Öl in den Belag ein, härtet dort aus und verschließt die Poren. Bei der Erstbehandlung dauert es Wochen, bis das Öl in den tieferen Schichten ausgehärtet ist. Daher ist in dieser Zeit Geduld gefragt, denn permanentes Nachölen ist in dieser Phase eher kontraproduktiv, da es das Aushärten behindert. Die Sättigung des Bodens mit Öl braucht eine Weile, danach sollte der Belag jedoch durch normale Unterhaltsreinigung leicht sauber und glänzend zu halten sein. Auch hier erfolgt die Unterhaltsreinigung zunächst trocken und gegebenenfalls danach nebelfeucht mit speziell für geölte Parkettböden bestimmten Reinigungsmitteln.

 

Die Grundreinigung geölten Parkettbodens erfolgt mit einer Holzseife. Anschließend sollte der Boden neu geölt werden, wobei darauf geachtet werden muss, dass kein überschüssiges Öl auf dem Boden stehen bleibt. Hier kann wiederum der Einsatz einer Einscheibenmaschine hilfreich sein, die das Öl gut in den Belag einarbeitet und den Boden glänzend poliert. Wie bereits erwähnt, können besonders beanspruchte Stellen häufiger einer erneuten Behandlung mit Öl unterzogen werden als andere Bodenbereiche.

 

Die Fleckentfernung auf gewachsten und geölten Parkettbelägen ist ein schwieriges Thema. Daher empfiehlt es sich hier auf spezielle Fleckentferner zurückzugreifen.

 

 

Unser Tipp: Zur idealen Behandlung von Parkettböden sollten Sie Parkett-Pflegemittel und Parkett-Reinigungsmittel aus einer Serie wie z. B. die OSMO® Color Pflege für Innen, mit aufeinander abgestimmten Produkten wählen.

 

 

Bildquelle 'Mopp aif Quartett': © mertcan - Fotolia.com
Bildquelle 'Parkett verlegen': © akf - Fotolia.com

Kommentare zum Bericht
Kommentiert von: Michael Jobst aus Frankfurt 26.03.2012
Wie schön waren die Zeiten für uns Gebäudereiniger als es noch überall Teppichbodenbelag gab. Vielen Dank für den informativen Artikel!
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