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Facility Management: Deutschland ist umsatzstärkster europäischer Markt


Impression von der CMS 2017
Impression von der CMS 2017

Die im September dieses Jahres stattfindende Branchenmesse CMS - Cleaning.Management.Service. in Berlin hat es wieder deutlich gezeigt: Auch international ist Facility Management ein wachsender Wirtschaftszweig. Es tummelten sich nach Angaben der Messe Berlin 21.500 Branchenvertreter, darunter 18.400 Fachbesucher aus allen Segmenten des Cleaning-Sektors, aus über 70 Ländern auf dem Messegelände. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 10 Prozent im Vergleich zur CMS 2015. Eines der Top-Themen der Messe sowie der zeitgleich stattfindenden Kongresse war die Digitalisierung, welches sich dem Besucher in einer Fülle von Innovationen und Vortragsreihen zeigte. Die nächste Gelegenheit für einen Besuch der CMS in Berlin bietet sich wieder in 2 Jahren vom 24. Bis 27. September 2019.

Beschäftigungsstärkster Handwerkszweig

Die zur CMS vorgestellten Zahlen der Branchen-Verbände wie des Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV), des Fachverband Reinigungssysteme im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), sowie des Industrieverband Hygiene und Oberflächenschutz für industrielle und institutionelle Anwendung (IHO) belegen: Deutschland ist nach wie vor der stärkste europäische Reinigungsmarkt.

Die rund 21.500 Betriebe des Gebäudereiniger-Handwerks erwirtschaften mit hochgerechnet 643.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von knapp 17 Milliarden Euro allein im letzten Kalenderjahr 2016, so die Hochrechnung des BIV. Somit ist dieser Handwerkszweig der beschäftigungsintensivste in Deutschland.

 

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Beschäftigungsstärkster Handwerkszweig

Die zur CMS vorgestellten Zahlen der Branchen-Verbände wie des Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV), des Fachverband Reinigungssysteme im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), sowie des Industrieverband Hygiene und Oberflächenschutz für industrielle und institutionelle Anwendung (IHO) belegen: Deutschland ist nach wie vor der stärkste europäische Reinigungsmarkt.

Die rund 21.500 Betriebe des Gebäudereiniger-Handwerks erwirtschaften mit hochgerechnet 643.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von knapp 17 Milliarden Euro allein im letzten Kalenderjahr 2016, so die Hochrechnung des BIV. Somit ist dieser Handwerkszweig der beschäftigungsintensivste in Deutschland.

 

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Das Gebäudereiniger-Handwerk zeichnet sich aus durch leistungsstarke, qualitätsorientierte Betriebe, die Bereitschaft und Fähigkeit, die Herausforderungen des Marktes zu erkennen und unternehmerisch zu bewerten. Gezielte Diversifizierung der Leistungsangebote haben diesen Handwerkszweig zu einem modernen Dienstleistungshandwerk, einem wichtigen Wirtschaftsfaktor und zu einem interessanten und sicheren Arbeitgeber gemacht.

 

Neben der klassischen Gebäudereinigung umfasst das Angebot der Betriebe sämtliche Service- und Dienstleistungen in und an Gebäuden. So gehören Catering-Services, Hol- und Bringdienste, Hausmeister-Dienste, Parkraumbewachung, Kantinenbewirtschaftung oder die Grünflächenpflege und Winterdienst zu den Standardangeboten vieler Unternehmen des Gebäudereiniger-Handwerks.


Azubis gesucht

 

Dennoch hat auch das Gebäudereiniger-Handwerk mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) kommen 7 von 10 Ausbildungsberufen mit starken Besetzungsschwierigkeiten aus dem Handwerk. Bei einer Befragung für den Berufsbildungsbericht 2017 gaben Inhaber von Handwerksbetrieben an, dass sich Ausbildungsstellen als Gebäudereiniger (21,8%) schwer besetzten ließen. Der ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer wies bei der Vorstellung der Studie allerdings darauf hin, dass „für junge Menschen die berufliche Aus- und Weiterbildung im Handwerk eine hervorragende Berufs- und Karrierechance“ biete. „Das Handwerk als traditionell ausbildungsstarker Wirtschaftsbereich trägt maßgeblich zur Fachkräfte- und Wohlstandssicherung in Deutschland bei.“ Die duale Ausbildung biete jungen Menschen ein hohes Maß an Beschäftigungsfähigkeit und sichere zugleich der Wirtschaft hochqualifizierten Fachkräftenachwuchs.


Facility Service und Management: Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft

 

Laut des aktuellsten GEFMA-Branchenreports aus dem Jahr 2014 macht eine Bruttowertschöpfung von 130 Milliarden Euro die von unternehmenseigenen Organisationen und von Dienstleistern am Markt erbrachten Facility Services und Managementleistungen zu einer Stütze des Wirtschaftslebens. Mehr als fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts wurden in diesem Bereich erwirtschaftet. Etwa jeder zehnte Erwerbstätige ist im Facility Management tätig.


Der Markt für Facility Services in Deutschland wuchs im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt bei 52,6 Milliarden Euro. Dies sind Ergebnisse der Lünendonk®-Studie 2017 „Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“. Getrieben wird das Marktwachstum durch die gute Konjunktur sowie die steigende Nachfrage nach gebündelten Facility Services. Die Top 10 der FS-Unternehmen erwirtschafteten in 2016 zusammen einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro.

 

Laut Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk und Studienautor, seien erste Anzeichen zu erkennen, „dass sich die fragmentierte Marktstruktur hin zu wenigen großen Multidienstleistern sowie auf wenige Leistungen, Branchen und Regionen spezialisierte mittelgroße und kleine Anbieter wandelt. Größte Herausforderung auf diesem Weg bleibt aber nach wie vor der Personalmangel. Automatisierung und Digitalisierung werden erst mittelfristig einen spürbaren Effekt auf den Markt haben und dazu beitragen, dass die Folgen des demografischen Wandels weniger gravierend für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind.“


Beteiligung an Ausschreibungen rückläufig


Zum vierten Mal in Folge ist laut der Lünendonk®-Studie 2017 „Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“ die Zahl der Facility-Service-Anbieter gestiegen, die sich gegen die Teilnahme an Ausschreibungen bestimmter Auftraggeber entscheiden. Rund drei Viertel der Befragten beabsichtigen inzwischen nicht mehr, einzelne Auftraggeber oder Branchen als Kunden gewinnen zu wollen.
Zu den wichtigsten Gründen, keine Angebote abzugeben, zählen eine vermutete Vergabe an den billigsten Bieter sowie Ausschreibungen der öffentlichen Hand. Nachteilige Vertragsbedingungen wie langfristige Zahlungsziele, kurze Abgabefristen oder Auktionierungen haben zudem zu einer steigenden Ablehnung von Aufforderungen zur Angebotsabgabe einzelner Auftraggeber geführt. Weitere Gründe für die zunehmende Ablehnung von Anfragen sind sowohl die hohen Aufwände für die Erstellung eines Angebots als auch der Mangel an Servicepersonal und Führungskräften.


Wachstumstreiber im Markt sind derzeit unter anderem komplexe Aufträge mit einer breiten Leistungsnachfrage und Servicemanagement. Kleinteilige Auftragsangebote werden daher insbesondere von den größeren Multidienstleistern tendenziell nachrangig oder nicht bearbeitet.

 

Foto: © 2017 Messe Berlin

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